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Glück – häufig eine Frage bewusster Entscheidungen

Glück ist machbar

Glück ist häufig eine Frage bewusster Entscheidungen – oder haben Sie sich noch nie gefragt, warum es manche Menschen schaffen, einfach in allen Bereichen überwiegend glücklich zu sein? Sie führen die perfekte Ehe, haben die süßesten Kinder, einen erfolgreichen Job. Alles scheint optimal zu laufen. Zum Glück erhascht man dann doch manchmal einen Blick hinter die Fassade und freut sich wenn der Ehekrach, das nörgelnde Kind oder die exorbitanten Überstunden wenigstens nach einem kleinen Desaster und nicht nach dem perfekten Leben aussehen. Trotzdem, wir lechzen nicht selten nach dem Blick hinter die Kulissen – möglicherweise nur, um uns selbst besser zu fühlen.

Dabei ist es doch alles selbst gewählt. Wir Menschen schieben gerne die Verantwortung für unser Leben weg und räkeln uns in dem Bewusstsein, dass der Chef Schuld an der abgelehnten Beförderung, die Nachbarin an dem Streit, oder der Partner an der komplizierten Beziehung hat.  Dabei war es doch unsere eigene Entscheidung dieses Leben zu führen. Natürlich machen solche Gedankenmuster das Leben einfacher und bequemer. Nicht hinzusehen, bedeutet schließlich auch, nicht an sich feilen zu müssen. Doch am Ende geht es immer wieder um Entscheidungen. Und Entscheidungen treffen wir, wenn wir Verantwortung übernehmen.

Dabei liegt alles was wir tun, in unserer Hand.

Jeden Tag, nahezu jede Minute fällen wir Entscheidungen. Banale und gravierende. Wann oder ob wir morgens aufstehen? Wie wir unser Frühstück zelebrieren: genüsslich oder herunter schlingend? Auf welche Weise wir unserer Familie, unseren Freunden begegnen: genervt oder wohlwollend? Und ob wir uns über den Autofahrer vor uns aufregen und ihn beschimpfen, weil er eine Vollbremsung macht, oder Verständnis für ihn haben, weil auch er nur auf einen anderen Fahrer reagieren musste. Das alles sind Entscheidungen, die wir jeden Tag, viele Hundert Male treffen.

Häufig lassen wir uns für große Entscheidungen länger Zeit.

Zu entscheiden, ob eine Familie gegründet, oder ein neues Auto gekauft wird, wird oft lange überdacht. In diesen besonderen Augenblicken fühlen wir möglicherweise ein leichtes Unwohlsein, weil wir uns ja festlegen müssen. Aber wir spüren uns auch. Denn solche Augenblicke machen das Leben nicht unbedingt leicht, dafür aber lebendig.

Wollen wir das Leben in vollen Zügen genießen und häufig glückliche Momente erleben, sollten wir auch unsere täglichen Entscheidungen bewusster treffen. Sich den Umständen ausgeliefert zu fühlen, macht das Leben zwar komfortabel, löst aber ein gewichtiges Problem nicht: Verantwortung zu übernehmen. Das Leben mit vollem Bewusstsein selbstbestimmt zu gestalten, ist eine Entscheidung.

Es gibt manchmal Situationen im Leben denen wir uns ausgeliefert fühlen oder die uns unerwartet treffen: Schicksalsschläge, Krankheiten und Katastrophen gehören nicht zu einer „leichten Kost“ und sind auch aus diesem Grund nicht mal eben so abzutun. Diese Lebensumstände obliegen einer besonderen Behandlung. Und trotzdem gibt es auch herausfordernde Situationen, in denen wir die freie Wahl haben, wie wir mit dieser Situation umgehen. Fühlen wir uns dabei eher fremdbestimmt oder übernehmen wir Verantwortung?

Unsere Haltung und die daraus resultierende Reaktion ist eine Entscheidung.

Auch wenn wir alle Muster und Gefühle, die uns zu übermannen scheinen, mit uns mittragen, sind sie dennoch reflektierbar. Dabei ist oft unser Bauch ein hilfreicher Begleiter. Und dennoch: überwiegend lassen wir nicht unser Bauchgefühl entscheiden, sondern geben gelernten Verhaltensstrategien, Bewertungen, Ängsten oder einfach nur dem Bedürfnis es anderen recht machen zu wollen zu viel Eigenraum. Und können schwer nachvollziehen, warum wir plötzlich in scheinbar ausweglosen Einbahnstrassen feststecken.

Dabei können wir alles erleben und in jeder Sackgasse stehen, wenn wir uns realistische Gedanken darüber machen, warum wir in diese Situation gekommen. An welchem Punkt habe ich Entscheidungen getroffen, die vielleicht nicht selbstbestimmt waren? Hat mich mein Bauch zwar gewarnt, aber die Erwartungen der Anderen beeinflusst? Und genau deshalb gilt: für Herausforderungen dankbar zu sein und an ihnen wachsen zu dürfen.

Bewusste Entscheidungen führen zu mehr Glück.

Werfen Sie doch mal einen Blick auf Ihren letzten Wochen. Hat das Leben für Sie einen Sinn?  Solange ihr Leben, ihre Abläufe, ihre Verabredungen, ihre Arbeit für sie einen Sinn ergeben, entscheiden Sie sich innerlich für ein Ja. Vielleicht überprüfen Sie einmal, warum ihnen einige Dinge überhaupt keine Freude mehr bereiten. Fehlt es Ihnen möglicherweise an Spaß, an Energie oder an Bedeutung? Und sollte Ihnen tatsächlich etwas fehlen, können Sie überlegen, was für Sie persönlich viel sinnvoller wäre: ein Abend für sich allein, eine Begegnung mit Freunden, ein wertvolles Gespräch mit einem Sparringspartner? Hören Sie in sich hinein. Was sagt Ihnen Ihr Bauchgefühl? Ihr Instinkt?

Viele kleine Entscheidungen können zu großen Veränderungen führen.

Es ist nie zu spät, sich für sein eigenes, selbstbestimmtes wundervolles Leben zu entscheiden und glücklicher zu werden und Raum zu schaffen, für viele glückliche Momente im Leben.

Lassen Sie ihr Bauchgefühl sprechen und stellen Sie sich mal folgende Fragen:

     Was hat mich in meinem bisherigen Leben am glücklichsten gemacht?

Was möchte ich davon wieder mehr in mein Leben lassen?

Welche Werte sind mir wichtig?

Und welche Werte möchte ich am liebsten verändern?

Wer will ich wirklich sein?

Und was kann ich heute noch tun, damit ich einen erfüllten und glücklichern Tag erlebe?

Beginnen Sie doch Ihren nächsten Morgen mal mit der Frage, was Sie heute für sich Gutes tun können. Bevor der Stress und die Hektik Sie in den Alltag ziehen, entscheiden Sie sich für eine kleine Tagesaufgabe, die für Ihr Wohlbefinden sorgt. Ihr Bauchgefühl wird Ihnen dabei helfen.

Die Entscheidung zu treffen, bewusst an sich zu denken, führt Sie unweigerlich zu mehr Verantwortung für sich selbst und damit zu einem intensiveren und authentischeren und glücklicheren Leben. Und vielleicht wird schon bald jemand über ihren Gartenzaun blinzeln und sich fragen, wie Sie das machen: so glücklich zu sein.

In diesem Sinne: viel Glück!

 

 

Warum wir unsere Schattenseiten brauchen

Wer dürfen wir sein?

Alle Menschen haben Schattenseiten. Auch Sie, auch ich, Ihre Freunde, Geschäftspartner oder Ihre Familie. Jeder von uns verfügt über Eigenschaften, die ihm nicht unbedingt gefallen. In einigen Fällen denken wir, ein Hauch davon wäre in Ordnung. Aber (zu) heftige Wut, Missgunst, Trägheit, Angst, Bewertung, Unentschlossenheit – um einige Beispiele zu nennen – beeinflussen unser Leben nun mal. Und bringen uns immer wieder zu der Frage: “Warum bin ich so?” Doch wer wären wir, wenn wir uns ausschließlich durch unsere  “Wunschbrille” sehen? Alle Ecken und Kanten einfach so abstreifen könnten und so tun würden, als seien sie gar nicht da?

Selbst wenn es Wesenszüge, Muster und Erfahrungen gibt, die wir gerne verleugnen würden und aufgrund derer wir uns schlecht und egoistisch fühlen, machen sie uns dennoch aus. Ist ein verbissener oder auch mal neidischer Moment über den wir uns ärgern oder wegen dem wir uns gerne verkriechen würden, nicht gerade DER Moment, der uns zu Höherem antreibt? Der Moment, der uns aus unserer Komfortzone herausschießt? Natürlich wollen Sie sich am liebsten von Ihrer besten und edelsten Seite zeigen und sich aus einer “gesunden” Motivation heraus weiterentwickeln. Aber wie wichtig ist es Ihnen, dabei auch authentisch zu sein?

Verurteilen Sie sich nicht, wenn Sie Wut spüren oder Eifersucht. Wenn Sie Neid empfinden, oder Ungerechtigkeit. Wenn Sie mal einen verletzenden Satz gesagt oder aus Sturheit eine unbedachte Entscheidung getroffen haben. Stellen Sie sich selber nicht in Frage. Machen Sie vielmehr eine Pause. Gönnen Sie sich den Luxus und nehmen Sie sich Zeit für sich.

Hören Sie nicht weg. Hören Sie hin.

Schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre und schenken Sie Ihren Gedanken volle Beachtung. Was wollen diese Ihnen mitteilen? Wofür steht Ihr Gefühlsausbruch, Ihre Verletzung, Ihre Missstimmung eigentlich? Diese Gefühle stehen für Ihre Bedürfnisse. Sie wollen Ihnen etwas mitteilen. Und weder wollen sie unterdrückt noch kontrolliert werden.  Kontrolle nimmt in unserer  Gesellschaft einen hohen Stellenwert ein, da kontrollierte Menschen eher als souverän, erwachsen und klar wahrgenommen werden. Um einer von “ihnen” zu sein, unterdrücken wir oft unsere Gefühle und Emotionen oder werten diese ab, indem wir sie verleugnen. Doch genau diese unbeherrschten Gefühle sind es, die Ihnen neue Wege eröffnen können. Wege, die Sie vermutlich innerhalb Ihrer Komfortzone nicht wahrgenommen hätten.

Nehmen Sie sich ernst. Mit all Ihren Sonnen- und auch Schattenseiten. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen und bewerten Sie sich nicht. Sie sind einzigartig, genauso wie Sie sind, weil Sie so sind. Achten Sie vielmehr auf Ihre inneren Impulse. Nehmen Sie jede noch so kleine Veränderung in Ihnen wahr – ohne diese gleich zu bewerten. Und schon bald werden Sie nicht nur hören, sondern auch verstehen, was Ihre Gefühle Ihnen mitteilen wollen.