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Eileen Jacobs

(Teil 1) Wie schaffe ich es eigentlich an mich selbst zu glauben?

Wie schaffe ich es eigentlich an mich selbst zu glauben.“

Das werde ich oft gefragt und ich kann nur antworten, in dem du anfängst stolz auf das zu sein, wer du bist!

Und damit meine ich, dass du wirklich ganz tief in dich hineinhören darfst um deinen wirklichen Kern kennenzulernen. Denn wenn du dich selbst sehr gut kennst und auch einschätzen kannst, was dir gut gelingt, worin du deine Stärken wahrnimmst und was für ein Mehrwert du für deine Mitmenschen bist, dann wirst du auch anfangen mehr und mehr an dich zu glauben.

Und vielleicht denkst du jetzt, he, ich kenne mich doch selbst, verbringe ich doch schon mein ganzes Leben mit mir.

Aber so einfach ist das nicht, denn wie schon in der Folge „warum wir werden was wir sind“ erwähnt, gibt es da einige Einflüsse, die dich manchmal zu ein paar Eigenschaften hinleiten, die du dir antrainiert hast oder die dir anerzogen wurden, die deinen wahren Kern verdecken.

Und wenn du sie nur ein paar Jahre lang gelebt hast, kann es sein, dass du an manchen Punkten deines Charakters vergessen, beziehungsweise verdrängt hast, wer du eigentlich wirklich bist, was du am besten kannst und worauf du wirklich stolz sein darfst. Und wenn du dich nicht an das erinnern kannst und dir vielleicht nicht diese Eigenschaften und Fähigkeiten erlaubst, die dich wirklich ausmachen, wirst du auch weniger von dem entdecken an das du richtig selbst glauben kannst.

Das heißt, es ist wichtig, dass du dich auf die Suche nach deinem wahren Kern machst.

Und um mal hinzusehen was bei dir so im verborgenen liegt, frag dich doch mal und schreib dir die Antworten auch gerne auf:

  • Was hast du als Kind wirklich geliebt? Wobei hast du die Zeit vergessen?
  • Worin bist du wirklich gut, ohne großen Energieaufwand? Also welche Fähigkeiten und Talente nutzt du?
  • Was sagen deine Liebsten über dich? Was schätzen sie an dir?
  • Und wenn über Nacht ein Wunder geschehen würde und du komplett an dich glauben würdest, welche Ziele und Wünsche würdest du dir dann erfüllen?

Sehr oft im Leben ist es so, dass wir die Dinge, die wir sehr gut können als Selbstverständlich abtun. Wir können oft auch gar nicht genau erklären, wie wir das machen. Mich hat mal jemand gefragt wie ich es schaffe so empathisch zu sein, also was ich ganz genau dafür tue. Mir war damals weder klar, dass nicht jeder Mensch ein hohes Maß an Empathie in sich trägt und noch konnte ich erklären, was ich dafür tat. Dass es aber genau die Eigenschaft war, mit der ich später Menschen unterstützen konnte, kam mir null in den Sinn. Was ich dir damit sagen will ist, dass auch du ganz besondere Eigenschaften haben wirst, die du jetzt als selbstverständlich empfindest, aber auf die du gerade stolz sein solltest.

Also bitte stell dir die Frage:

  • Welche Fähigkeit, welche Eigenschaft liegt dir besonders gut? Worin bist du besser als die meisten Menschen die du kennst und empfindest es oft als normal und kannst es vielleicht gar nicht richtig erklären?

Leider ist es manchmal so, dass unsere Freunde, Familie oder Kollegen diese Eigenschaft an uns auch als normal empfinden, da sie uns schon so kennengelernt haben. Aber da braucht es auch manchmal nur einen Menschen der dir in deinem Leben gespiegelt hat, dass dieses Talent, was du da mitbringst eben nicht normal und durchschnittlich ist. Vielleicht erinnerst du dich an so ein Feedback. Vielleicht hast du es abgetan, oder aber dich darüber gefreut es aber schon wieder vergessen.  Vielleicht wünschst du dir auch, dass endlich jemand dein Talent erkennt und es sieht. Und da kann ich dir nur sagen, die Geschichten die wir über uns selbst erzählen, werden zu den Geschichten, die andere über dich erzählen. Also wähle gut aus, was du über dich sagst.

Ich gebe dir mal ein Beispiel dafür, wie du anfangen kannst auf etwas stolz zu sein, was dir als selbstverständlich vorkommt: Leon kann extrem gut mit Zahlen umgehen. So gut, dass alle in seiner Familie ihn immer wieder bitten Dinge durchzurechnen, nachzuchecken und selbst Finanzierungen den Bank zu prüfen. Andere bekommen für sein Talent Geld, Leon macht das nebenbei gerne und findet es ganz normal, sehr gut mit Zahlen umgehen zu können. Als er dann seine neue Freundin kennenlernte, bemerkte sie seine Fähigkeit und ermutigte den eigentlichen Aussenhandelsvertreter vielleicht beruflich in diese Richtung weiterzuentwickeln. Auf die Idee wäre er selbst nie gekommen, da er es für völlig normal hielt, dieses Talent zu haben, aber nur nebenbei zu nutzen. Deswegen drückte er noch mal die Schulbank und arbeitet heute viel glücklicher als zuvor als Finanzexperte.

Ein anderes Beispiel, Nadine kann sehr gut mit Kindern. Sie war schon als Teenager immer die Lieblingsbabysitterin von all ihren Nachbarskindern, aber beruflich hatte sie sich für Versicherungsbranche entschieden. Auch ihr kam nie in den Sinn, dass sie ein besonderes Talent für Kinder und deren Bedürfnisse hatte, weil ja viele Eltern ein sehr großes Interesse an ihren Kindern haben. Dass Nadine einen besonderen Zugang zu fast allen Kindern hatte, obwohl sie nicht die Mutter war, war ihr nicht bewusst. Erst als sie eine Bekannte traf, die Ferienevents für Kinder organisierte und für den Sommer Unterstützung suchte,  spürte Nadine, dass sie sich zukünftig nebenberuflich mit Kindern arbeiten wollte. Inzwischen hat sie ihre Stundenzahl bei der Versicherung etwas reduziert und kümmert sich in den Ferien zusätzlich um Kinder.

Und auch du hast wunderbare Talente, auf die du stolz sein und mit dem du andere Menschen unterstützen oder bereichern darfst. Und dazu gehört auch, dass du andere zum Lachen bringen, ihnen schöne Momente bescheren oder einfach Aufmerksamkeit schenkst. Unsere Eigenschaften sind nicht einfach normal. Wenn wir sie richtig einsetzen, dann kommen deine Besonderheiten auch zur Geltung. Und je ernster du sie nimmst, desto mehr schaffst du es an dich selbst zu glauben.

Und hier geht es nicht nu um die Eigenschaften, die in unserer Gesellschaft als „richtig“ gelten.

Stell dir vor du hättest als kleiner Junge Spaß daran gehabt Dinge zu zerstören. Bestimmt haben deine Erzieher oder Lehrer eine Krise bekommen, wenn du die Tische zertreten hast. Als Erwachsener könntest du als Bauwerksmechaniker Abrissbirnen auf einer Baustelle bedienen und würdest dafür auch noch Geld bekommen.

Wenn du Dinge tust, die dir nicht liegen, dann wirst du deine Ziele und Träume auch nicht mit Leichtigkeit erreichen und immer mehr aufhören an dich selbst zu glauben. Sonst wird dein Weg zu einem ewigen Kampf.

Und diesen Kampf können wir nur aufhalten, in dem wir uns unser SELBST BEWUSST werden.

Menschen, die als Selbstbewusst gelten sind nur auf den ersten Blick die, die mit erhobenen Hauptes in einen Raum kommen, sofort ihre Meinung sagen, vermeintlich mit allen zu Recht kommen, sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, wenn sie mal auf Kritik stoßen und sich immer und zu jederzeit mega finden. Wirklich Selbstbewusst zu sein heisst neben den oben genannten Eigenschaften aber auch, sich seiner Schwächen bewusst zu sein, auch mal zu reflektieren, Fehler zuzugeben und sich auch ehrlich zuzugestehen, wenn man mal einen nicht so guten Tag hat, ungerecht ist , oder weiß, dass man etwas hätte besser machen können. Ein Selbstbewusster Mensch wird sich vielleicht kürzer bemitleiden und ist bereit schneller aus seinen Fehlern zu lernen und sie als Korrektur, statt als Versagen wahr zu nehmen, aber er gesteht sich auch zu, dass es vielleicht gerade mal nicht so läuft, wie er es sich gewünscht hätte. Dass ihm noch Informationen fehlen und er genauso wie andere Entscheidungen trifft, die er in dem Augenblick für die richtige hält, aber die nichts mit seinem ganzen Wesen zu tun haben, sondern nur mit der Sache, mit der er sich in diesem Punkt beschäftigt.

Deswegen mach dir doch mal ganz ehrlich Gedanken darüber,

  • in welchen Bereichen deines Lebens, bei welchen Bedürfnissen, Zielen oder Fähigkeiten du noch mehr brauchst. Mehr Infos, mehr Übung, mehr Unterstützung.
  • Und wo du, wenn du ganz ehrlich bist, selbst nie so gut performen wirst wie andere und deswegen auf Experten zurückgreifen könntest, statt dich weiter zu quälen.
  • Und der dritte Punkt ist, dass du mal in dich hineinfühlst, warum du dir eventuelle manchmal keine Unterstützung holst, oder deine Schwächen oder Fehler ungern vor anderen zugibst? Vielleicht hast du gelernt, dass du keine Fehler machen darfst, dass du es alleine schaffen musst, dass du sofort Ärger bekommst, wenn du einen Fehler zugibst oder das jemand deine Schwäche ausnutzt, sobald du sie zugibst.

Was auch immer es ist. Du darfst ernst nehmen, dass du deine Entscheidungen so triffst und du darfst daran arbeiten, den alten Schmerz zu stillen. Das heisst, werde dir deiner Ängste zu Schmerzen bewusst. Und damit meine ich, dass du mal nachspürst, wann es anfangen hat, dass du deine Schwächen nicht zugeben darfst.

Wenn du das weißt, ist es an der Zeit auch mal sauer zu sein, auf die die dir deine Gefühle verboten haben! Genauso wie du sauer sein darfst auf die, dir dir vielleicht verboten haben stolz zu sein. Es ist einfach nicht fair, wenn du in deinen Gefühlen beschnitten wurdest, nur damit es jemanden anderen besser ins Leben passt! Sich immer wieder selbst in Frage zu stellen, nur vielleicht weil dir jemand, dem deine Art nicht gepasst hat, dich genau dafür verurteilt hat. Und wie wir lernen Gefühle wieder mehr zuzulassen, das werde ich in einem gesonderten Podcast aufrollen.

Heute bitte ich dich erst mal auch mal ehrlich zuzulassen, dass es eigentlich ein Unding ist, dass du nicht ehrlich sein durftest! Und sich darüber bewusst zu werden ist der nächste Schritt zu mehr Selbstbewusstsein und zu mehr Selbstglaube.

Beispiel: Ich gebe dir mal ein Beispiel für das was ich meine: Katharina war um die 30 Jahre alt und kam zu mir weil sie sich mehr Selbstbewusstsein wünschte. Sie wollte lernen sich mehr durchzusetzen, im Job und manchmal auch privat, denn sobald jemand etwas dominanter war, versteckte sich Katharina in der zweiten Reihe und brauchte keinen Ton mehr heraus. Es stellte sich heraus, dass sie ein sehr enges Verhältnis zu ihrer überaus dominanten Mutter hatte, die ihr oft das Gefühl gab, dass Katharina ohne sie nicht klar kommen würde. Das glaubte Katharina auch und ihre Überzeugung ging sogar so weit, dass dominante Menschen automatisch Recht hatten, vor allen Dingen im beruflichen Kontext. Sie glaubte nicht an ihre Fähigkeit für sich selbst zu sorgen und überließ anderen meistens das Zepter. Aber nicht in jedem Bereich. Was sie selbst übersah war, dass sie sich einen entspannten und liebevollen Partner gesucht hatte mit dem sie gerade dabei war eine eigene Familie zu gründen. Bei ihm war sie durchaus selbstbewusst und konnte sogar Diskussionen führen. Im Gegensatz zu ihrer Mutter glaubte ihr Partner an ihre Fähigkeiten, nahm Katharina so wie sie ist und war selbst Selbstbewusst genug um Katharinas Meinung ernst zu nehmen. In diesem Punkt hatte Katharina den Glauben, dass sie Liebe verdient hatte und auch fähig war eine gute Liebesbeziehung zu führen, sonst hätte sie diese ja selbst boykottiert. Doch diese Tatsache, dass Katharina gut für sich gesorgt, in dem sie sich einen Partner auf Augenhöhe gesucht hatte,  war Katharina gar nicht klar. Sie war sich also ihrer Eigenschaften und Entscheidungen selbst nicht bewusst. Als ihr klar wurde, dass es einen Menschen gab der sie so nahm wie sie war und sie sich selbst für diesen Partner entschieden hatte, wurde ihr selbst bewusst, dass sie gut für sich selbst sorgen konnte, ohne dass ihre Mutter einen Einfluss darauf hatte. Katharina wurde bewusst, dass sie ihre Mutter zwar liebte, aber nicht mehr brauchte und setzte sich gegen ihre ich nenne es mal „Ansagen“ durch.  Auch beruflich stellte sie sich seltener in die zweite Reihe, wenn jemand zu dominant war.  Und mit Katharinas Selbst – bewusstsein über sich selbst und ihre Fähigkeiten und Eigenschaften,  wuchsen auch ihr Stolz, ihr „Selbstglaube“ und ihre Erkenntnis, dass sie sich auch selbst liebte.

Und genau das ist der nächste Schritt dich selbst so anzunehmen wie du bist und Eigenschaften an dir zu mögen und dich als Mensch selbst zu lieben. Und ich weiß, das klingt für die einen groß, für andere gerade mainstreamig und für wieder andere kaum greifbar, aber hier geht es einzig und allein um deine Gefühle dir selbst gegenüber. Und damit meine ich nicht um eine Art Selbstüberhöhung, in der man glaubt, man ist besser als alle anderen und dir gesteht mehr zu. Nein, es geht um die Tatsache, dass der innere Kritiker in dir mal aufhört zu motzen, dich zu peitschen, zu kritisieren oder klein zu machen, sondern du so wohlwollend wie möglich mit dir selbst umgehen und auch reden lernst. Du dich genau dafür magst, was du alles Gutes schon in deinem Leben geleistet hast und wo du auch gut für dich sorgen konntest.

Schauen wir noch mal auf Katharina: Ihr war nicht bewusst, dass sie sich auf eine Art Selbst liebte, in dem sie einen Partner an ihrer Seite zulassen konnte, der genau das tat, sie lieben. Ihre dominante Mutter liebte Katharina mit Sicherheit auch, aber sie brauchte ihr Kind um sich bedeutend zu fühlen, und das manifestierte sie bei Katharina, indem sie sie klein hielt und ihr ihre Abhängigkeit einredete.

Und Selbstliebe ist manchmal nicht so einfach, wenn du das Gefühl hast, dass es einen Grund dafür geben muss, dass du als Kind nicht genug geliebt wurdest. Und der Grund muss sein, dass du nicht liebenswert sein kannst, sonst hätte dich dein Umfeld ja geliebt. Und ich kann dir sagen, dass das absolut nicht stimmt! Du bist genauso richtig und liebenswert wie du bist! Du hast es verdient geliebt und angenommen zu werden genauso wie du bist. Du hast durch die Ablehnung in deiner Vergangenheit vielleicht gelernt, dass es besser ist sich zu verstecken und anzupassen, nur um endlich akzeptiert zu werden, aber glaub mir, dein wahrer Kern ist absolut liebenswert und deswegen ist es wichtig, dass du anfängst diesen Kern zu suchen, selbst anzuerkennen und dich immer mehr traust diesen auch jemanden zu zeigen, der dich anerkennt und im besten Fall lieben wird. Und dazu gehören natürlich auch Selbstachtung und Selbstrespekt. Dich selbst ernst und vor allen Dingen wahr nehmen!

Und ich wiederhole es auch immer wieder gerne, wir brauchen Menschen, von denen wir uns gesehen fühlen und denen wir uns zeigen können, denn durch andere Menschen werden wir auch wir selbst. Das kann ein Familienmitglied, ein guter Freund, ein Sparringspartner, liebe Kollegen alles mögliche sein. Wir brauchen den Kontakt und müssen in Resonanz mit anderen gehen. Die Bindungsforschung geht davon aus, dass das Bedürfnis nach Bindung in uns angelegt ist. Laut Untersuchungen weiß man heute, dass das Gehirn glücklich ist, wenn wir im nahen Kontakt mit anderen Menschen stehen. Unser Herzschlag verändert sich, unsere Atmung, unser Gehirn sendet andere Wellen.

Bei Berührungen mit anderen schütten wir das Bindungshormon Oxytocin aus. Es wird auch umgangssprachlich Kuschelhormon genannt und sorgt dafür, dass wir uns wohlfühlen, sich Liebe festigt und wir Verbindungen und Vertrauen aufbauen. Doch nicht nur das.  Eine Studie der University of Zürich hat herausgefunden hasst Oxytocin nicht nur das Vertrauen in andere Menschen stärkt, sondern auch in das eigene Handeln.

Und Selbstliebe entsteht in dem wir Dinge tun, die uns gut tun. Sobald du dir selbst entsprechend handelst. Für die einen ist das Wellness, ein gutes Buch lesen, sich entspannen und für andere ist das Familie und Freunde treffen oder in unseren Zeiten gerade vielleicht Skypen, telefonieren, zu Hause tanzen oder in die Natur gehen. Was auch immer es ist, was du dir Gutes tun kannst, gönn es dir.

Deswegen möchte ich dich bitten mal deine Augen auf eine kleine Trance einzulassen, deine Augen zu schließen, also bitte nicht beim Autofahren,  und dir vorzustellen, wie es ist, wenn du voller Selbstliebe bist:

  • Wie siehst du dann? Wen oder was siehst du? Siehst du dich, bestimmte Menschen, Gegenstände, bist du in der Natur oder an einem anderen Ort?
  • Und wie hörst du dann, wenn du voller Selbstliebe bist? Welche Geräusche nimmst du wahr? Ist es still? Oder ist es wuselig?
  • Was fühlst du? Wie fühlst du dich, wenn du voller Selbstliebe bist? Fühlst du dich leicht, oder warm, oder Geborgen oder auch ganz anders?
  • Was riechst du, wenn du voller Selbstliebe bist? Gibt es einen bestimmten Geruch, oder viele?
  • Und was schmeckst du? Bestimmt gibt es einen besonderen Geschmack, wenn du voller Liebe bist.
  • Und wenn du all das gerade wahrnehmen konntest, dann verdoppele das Gefühl. Verdoppele das Gefühl, was du gerade in dir spürst.

Und jetzt darfst du die Augen wieder öffnen. Ich hoffe dir geht es gut und vielleicht konntest du dich ja ein bisschen darauf einlassen. Ich würde dich auf jeden Fall bitten diesen Zustand, an den du deinen Körper und dein Gehirn gerade mit allen Sinnen erinnert hast, so oft wie es dir möglich ist abzurufen.  Und ich wünsche dir, dass du ab heute ein paar Dinge mehr tust, die auf dein Selbstliebekonto einzahlen.

Alles Liebe, b is bald, deine Eileen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie kann ich eigentlich mein ICH ändern?

Wie kann  ICH eigentlich mein ICH ändern?

Ich freue mich dass du heute wieder dabei bist bei deinem Podcast JA ZUM ICH. Heute geht es um das Thema, wie kann Ich eigentlich mein ICH ändern. Vielleicht hast du es schon oft probiert und bist es langsam satt an dir zu feilen, oder aber du hast keine Idee in welche Richtung du dich ändern willst, aber eins ist dir klar, so wie es jetzt ist darf es nicht bleiben. Ich gebe dir ein paar Möglichkeiten an die Hand, wie du an deinem ICH arbeiten und es ändern kannst.

Deswegen wird es in dieser Folge um den Einfluss von Zeit, Glaubenssätzen, Mustern, Eingeschlossenen Emotionen und Blockaden gehen. Der Arbeit mit dem inneren Kind und der Tatsache, dass du deine Biografie zwar nicht ändern, aber heilen kannst. Ich freue mich, dass du dabei bist.

Wenn du dein ICH verändern willst, dann stehst du wahrscheinlich vor einer dieser  Situationen:

Du weißt wer du sein willst und was du ändern möchtest, hast aber keine Ahnung wie du das anstellen sollst?

Oder aber du weißt, dass du nicht mehr so sein willst wie du bist, hast aber auch keine Ahnung wie du dich ändern kannst?  Und wie du eine Antwort darauf bekommst.

Und egal an welchem Punkt du jetzt gerade stehst, die gute Nachricht ist, du kannst an deiner Persönlichkeit alles in einem gewissen Rahmen ändern, was du dir vornimmst.

Die etwas unangenehmere Seite an so einem Veränderungsprozess ist, dass es so lange dauert wie es nun mal dauert. Und das ist erstens bei jedem total unterschiedlich und zweitens nicht von heute auf morgen. Natürlich gibt es immer wieder diese Geschichten, dass jemand ein einschneidendes Erlebnis erlebt hat und sich dann gefühlt von aussen um 180 Grad gedreht hat, aber meistens sieht das nur von aussen so aus. Denn vor der Veränderung gab es ja nicht nur dieses einschneidende Erlebnis, sondern eine daraus folgende Erkenntnis, die nicht selten mit einem Schmerz oder einer großen Freude verbunden war, was wiederum dazu geführt hat, dass die Person eine  Entscheidung getroffen hat, die emotional sehr hoch motiviert war.

Und um diese Entscheidung dann auch durchzuziehen, braucht es einen großen Motor und viel viel Kraft. Das gelingt nur, wenn du ganz tief in dir drin mit 100% Überzeugung von etwas weg willst und im besseren Fall mit allem was du hast zu etwas Neuem hin möchtest. Und hier hat unser Gehirn eine Hauptrolle.

Denn es will ja wie in der Folge warum wir werden was wir sind  Schmerz vermeiden und gute Gefühle erleben.  Und das heisst, dass auch unser Gehirn unseren Veränderungsprozess beeinflusst und damit auch die Geschwindigkeit.

Denn vielleicht hast du auch schon seit Jahren an dir gearbeitet und bist es verständlicherweise auch langsam satt und denkst, wieso schaffen es alle anderen und nur ich nicht. Aber vielleicht hast du einfach noch nicht den optimalen Schlüssel für dich gefunden, oder aber du brauchtest nun mal ganz simpel deine Zeit.

Denn dein Gehirn, was dich bei einem Veränderungsprozess unterstützt oder etwas ausbremst, findet es ganz normal, dass du nicht deinen inneren Dämonen angehst und ein zweites oder vielleicht drittes Mal durch die bloße Erinnerung durch den Schmerz gehst. Es will dich schlicht weg vor neuen Enttäuschung, oder einer weiteren Ablehnung bewahren, deswegen ist die Arbeit an dir selbst so anstrengend und das verlockende Angebot in der Komfortzone zu bleiben, in der alles bekannt ist und neue Muster nur schwer zu etablieren,  ist einfach zu groß.

Genau aus diesem Grund sind Veränderungen manchmal so unglaublich mühsam und anstrengend. Unser Gehirn geht am liebsten den für ihn einfachsten Weg. Aber mit etwas Geduld und den richtigen Stellschrauben kannst du dein Gehirn auf deine Seite bekommen.

Zwei kleine Beispiele:

Isabelle kam alle paar Monate zu mir, um sich immer wieder in Richtung Selbstbewusstsein coachen zu lassen, da sie endlich ihren Partner verlassen wollte. Nach jeder Sitzung war sie frohen Mutes, aber noch nicht bereit, denn statt ihre Beziehung zu beenden entwickelte sie sich mehr und mehr ihre eigenen Träume, Ziele und Visionen . Die Trennung hat am Ende 3 Jahre gedauert. Und genau diese Zeit hat Isabelle gebraucht, denn in der Zwischenzeit hat sie so stark an ihrer Persönlichkeit und ihrem Selbstbewusstsein gearbeitet, dass sie sich das Leben erlauben konnte, was zu ihr passte. Zuerst hatte sie gelernt sich gegen ihren dominanten Partner zu behaupten, dann diese toxische Beziehung zu beenden, sich einen neuen Job zu suchen und an einen Ort zu ziehen, an dem sie sich schon immer zu Hause gefühlt hat.

Mark war genau einmal bei mir um sich danach selbstständig zu machen und sich seinen Traum zu erlauben. Und unsere Sitzung war nur der letzte Punkt auf seiner Liste um den Schritt zu gehen, denn die Blockaden und Ängste vor der Selbstständigkeit konnten wir gut bearbeiten. Seine Eltern arbeiteten beide im Angestelltenverhältnis und Selbstständigkeit war in seiner Familie immer mit Unsicherheiten und Ängsten behaftet. Als klar war, dass diese Gefühle nicht seine eigenen, sondern die anerzogenen seiner Eltern waren, war der Damm dann ziemlich schnell gebrochen und Mark legte los.

Und dabei ist das eine Beispiel nicht besser als das andere. Wir alle stehen an verschiedenen Punkten unseres Lebens und genau so solltest du das auch betrachten. Dein Leben, deine Persönlichkeit und deine Entwicklung sind einfach so individuell und mit absolut keinem Anderen vergleichbar.

Und auch wenn dich dieses Thema, dass du dein Ich ändern willst schon eine Weile begleitet und dich nervös, wütend, traurig oder auch handlungsunfähig macht, dann glaub mir einfach:

  1. Es ist dein ganz persönlicher Weg und dafür gibt es keine perfekten Zeitangaben, denn du solltest deinen Weg in deiner Geschwindigkeit gehen. Nichts anderes ist gut für dich.
  2. Und auch wenn du manchmal daran denkst, was du alles nicht hast, was dir durch die Finger geronnen ist, welchen Job du nicht bekommen, welchen Menschen du nicht angesprochen oder welche Entscheidung du nicht getroffen hast, jedes dieser Jahre, jede Erfahrung die du gemacht hast, jede Entscheidung die du getroffen hast, jeder Mensch der dir begegnet ist, das alles hat dich genau jetzt zu dem Punkt gebracht und dir die Erkenntnis beschert, dass du jetzt dein ICH ändern möchtest und vielleicht jetzt auch erst soweit bist um dein LIEBLINGSICH zu werden.

Und jetzt gilt es hinzusehen. Du willst dein ICH ändern, dann bedarf es auch eines wirklichen Blickes auf dich selbst:

Glaubenssätze und Muster:

Die erste Frage: Was genau denkst du über dich? Welche Glaubenssätze und Muster begleiten dich, schon dein Leben lang?

Es kann sein, dass du überall die Beste bist und immer Hochleistungen erzielst und trotzdem denkst, du bist nicht gut genug.

Oder es kann sein, dass du das Gefühl hast du findest eh nie die richtige Partnerin, den richtigen Partner, weil du ganz tief in dir drin davon überzeugt bist, dass du nicht liebenswert genug bist, es nicht verdient hast geliebt oder glücklich zu werden.

Glaubenssätze prägen unser ganzes Leben und haben auch auch viele Gebiete unseres Lebens Einfluss: Es gibt gute Glaubenssätze, die das Beste aus dir herausholen und es gibt leider auch negative Glaubenssätze, die dich zu einem Verhalten drängen, dass im Grunde genommen weder zu dir passt, noch dich glücklich macht.

Ein Beispiel: Ich hatte immer das Gefühl ich muss hart arbeiten um meine Ziele zu erreichen. Wenn es sich leicht und wie geschenkt anfühlt, dann hab ich es gar nicht gewertschätzt. Irgendwann meinte mal meine Mutter zu mir, dass sie nicht versteht warum ich immer den härtesten Weg gehe. Darüber musste ich erst mal nachdenken.  Erst viel später wurde mir klar, dass sich mein Glaubenssatz in ziemlich vielen Bereichen meines Lebens widergespiegelt hat. In der Schule, im Studium, im Job und am Ende auch in meinen Beziehungen. Du kannst dir bestimmt vorstellen, wie ungewohnt leicht mein Leben geworden ist, als ich den Glaubenssatz bearbeitet hatte. Mir kam vorher gar nicht in den Sinn, dass Arbeit auch Spaß machen oder und Liebe leicht sein leicht darf.

Die Herausforderung von Glaubenssätzen ist, dass das Gehirn hier mal wieder seine Finger mit im Spiel hat, denn auch hier sucht es immer nach der Bestätigung unserer Überzeugungen.

Und ganz simpel deswegen, weil es nicht viel Energie verbrauchen will, denn diese Energie spart es sich lieber für herausfordernde Situationen auf, wie wenn wir „wie in unseren menschlichen Anfängen“ in Lebensgefahr sind, oder uns um unsere Nahrung kümmern sollten.

Also macht es uns das Gehirn einfach und verpasst uns eine Schablone, die aus unseren Glaubenssätzen gemacht ist und durch die wir unsere Welt wahrnehmen. Und du kannst dir vorstellen, dass es genau so viele Schablonen von der Welt gibt, wie es Menschen gibt. Keine Schablone wird der anderen gleichen.

Und viele unserer Glaubenssätze sind in unserer Kindheit entstanden. Bei mir ist der GS ich muss hart arbeiten für mein Ziele erreiche in der ersten Klasse in dem Fach Deutsch entstanden. Meine Lehrerin teilte meiner Mutter am Ende der ersten Klasse mit, dass ich gar nicht richtig lesen könnte, sondern so genau zuhörte, dass ich die Texte einfach auswendig lernte. Von da an saß meine Mutter jeden Tag mit mir zusammen und brachte mir Monatelang das Lesen bei. Ich tat mich wirklich schwer und es war für mich einer Tortur. Alle anderen Kinder konnten es schon und ich hab die Buchstaben einfach nicht in meinen Kopf bekommen. In der Zeit entstand der Glaubenssatz ich muss hart arbeiten für meine Ziele. Und niemand hat mir diesen Glaubenssatz eingeredet, es war einfach meine Überzeugung, aufgrund meiner Erfahrung als Kind. Inzwischen liebe ich es zu lesen, aber der Weg dahin war steinig.

Und genau solche Glaubenssätze werden auch in deinem Unterbewusstsein und Bewusstsein schlummern.

Völlig veraltet und gar nicht mehr hilfreich.

Also das was du wirklich tun solltest, um dein Ich zu ändern, ist die Glaubenssätze zu finden, die dein Leben maßgeblich negativ beeinflussen und dich in eine Richtung drehen, die nicht zu dir passt.

Denn Glaubenssätze werden zu inneren Antreibern und beeinflussen dein Leben im höchsten Maße. Und ehrlich gesagt können das schon ein paar sein, aber es ist wichtig, dass du sie findest und dir darüber bewusst wirst.

Und wenn du diese Glaubenssätze gefunden hast, dann stell dir bitte die folgenden Fragen:

  • Stimmt der GS heute noch zu 100 %? Ist er noch zeitgemäß?
  • Wozu ist der GS gut? Und woran hindert er dich?
  • Was würde geschehen, wenn du diesen GS ändern könntest? Was wäre dadurch möglich?

Und leider ist es oft nicht mal so eben passiert, dass du einen Glaubenssatz ändern kannst, da du ja schon ein paar Mal die Bestätigung für diesen Glaubenssatz erhalten hast. Wenn du dir in Ruhe die Zeit nehmen willst um Glaubenssätze zu verändern, dann kann ich dir die Methode von Byron Katie „The Work“ empfehlen. Den Literaturhinweis findest du in den Shownotes. Die Methode ist relativ einfach und du kannst sie hervorragend alleine für dich machen. Aber sie braucht etwas Zeit.

Du kannst dazu meditieren, dir jeden Tag über einen bestimmten Zeitraum die neuen Glaubenssätze, die positive Überzeugungen von dir selbst sein sollten sagen und damit quasi „einreden“. Und das ist nicht negativ gemeint, denn das Gehirn will überzeugt werden und Überzeugungen erschaffst du durch Wiederholungen. Und je öfter du etwas wiederholst, desto stärker werden die neuronalen Verbindungen dazu, die dazu führen, dass irgendwann, wenn sie stark genug sind das Gehirn wieder nach Bestätigung sucht. Dazu kann ich noch mal einen Podcast machen.

Ich für mich kann nur sagen, dass ich mir bei dem Bearbeiten meiner tief sitzenden Glaubenssätze zusätzlich auch noch Hilfe geholt habe. Und das sage ich nicht als Coach, sondern als Eileen. Es gibt einfach Methoden, die einen Glaubenssatz schnell und nachhaltig umwandeln können. So wie wingwave, einer Trauma lösenden Methode oder Neurolinguistisches Programmieren, NLP genannt. Ein NLPler hat viele Methoden um solche alten Gefühle zu lösen, beziehungsweise umzudeuten. Systemisches Aufstellen und Hypnosen sind auch sehr wirkungsvoll. Und ganz wunderbar sind somatische Therapieverfahren. Hier wird der Körper mit einbezogen. Denn du solltest dir vorstellen, dass jedes Gefühl was du spürst und jede Emotion sich in deinem Körper wiederfindet und festsetzen kann. Diese Gefühle werden dann aus dem Körper gelöst. Das gilt auch für eingefahrene Muster aus denen du dich vielleicht nicht selbst befreien kannst. Falls du selbst mit einer Methode sehr gute Erfahrungen gemacht hast, freue ich mich, wenn du mir darüber schreibst. Ich bin immer sehr interessiert an wirksamen Methoden und freue mich über deine Empfehlung.

Eingeschlossene Emotionen und Blockaden

Genau dasselbe gilt für eingeschlossene Emotionen und Blockaden. Und die haben wir alle. So kleine Mini Traumata, die unser Leben beeinflussen und hinter denen oft Angst steckt. Und bitte lass dich nicht von dem Begriff  Trauma oder Traumata irritieren. Es ist eine Erfahrungen, verbunden mit Gefühlen, die einen ich sag mal, schmerzhaften Einschnitt bei uns hinterlassen haben, den wir in uns tragen, solange wir die Emotionen nicht geheilt haben.

Ein Beispiel: Sarah, eine Klientin von mir war in einer leitenden Position eines Unternehmens. Sie war sehr beliebt, unterhaltsam und auch klar. Doch eine Sache setzte sie unter massiven Stress, wenn ihre Entscheidungen während einer Sitzung von einem ihrer Teammitglieder diskutiert wurden.  Sie wurde sofort fahrig und zuweilen auch ungerecht und schmetterte Einwürfe etwas zu harsch und dominant zurück. Im Zweiergespräch konnte sie gut auf konstruktive Kritik eingehen und sich davon inspirieren lassen. In einer Sitzung mit mehr als drei Personen reagierte sie wie ein anderer Mensch. Also suchten wir nach der Ursache. Als Sarah zu mir kam, fanden wir heraus, dass sie als Kind im Sportunterricht immer sehr gut war. Sie vergaß wie jedes Kind auch mal ihre Sportsachen, konnte durch ihre Leistung aber immer wieder überzeugen. Doch an einem Nachmittag, an dem es um wichtige Sportnoten für ihr Zeugnis ging hatte sie die Sportsachen eigentlich im Klassenzimmer abgelegt, doch als sie diese wie ihre Mitschüler auch holen wollte, waren sie weg. Der Sportlehrer war extrem enttäuscht und reagierte ziemlich genervt und faltete sie vor der gesamten Klasse zusammen. Als sie anfing sich zu verteidigen und darauf beharrte, dass sie die Sachen wirklich dabei hätte, wurde er noch wütender und verpasste ihr eine fünf. Es kam heraus, dass einige ihrer Mitschüler die Sportsachen vor dem Unterricht versteckten. Doch ihr Lehrer lies sich nicht besänftigen und war weiter enttäuscht von seiner fast besten Schülerin und lies sie Wochenlang seine Enttäuschung  spüren.

Sie konnte es eigentlich nie wieder richtig gut machen. Und die Erfahrung saß tief. Erstens, dass sie vor versammelter Mannschaft der Lüge bezichtigt wurde und zweitens, dass sie danach bei ihrem Lehrer keine neue Chance bekam. Die Angst vor Kritik in einer Gruppe und keine zweite Chance zu bekommen machte Sarah zu einer kleinen Furie, wenn einer ihrer Mitarbeiter in Sitzungen auch nur einen leisen Hauch der Anregung äußerte. Erst als wir die alten Wunden aus der Kindheit heilten, war sie fähig auf ihre Mitarbeiter angebracht und auf Augenhöhe zu reagieren.

Und natürlich hat auch hier ihr Gehirn einfach nur seinen Job gemacht. Denn wenn wir gegenwärtig in eine Situation kommen oder auf Leute treffen, die negative Gefühle in uns auslösen, dann vergleicht unser Gehirn die neue Situationen mit den alten kleinen oder auch größeren Traumata und wenn diese ihm ähnlich erscheinen, fängt es an in den Beschützermodus zu gehen und kreiert es in unserem Körper einen Zustand, der dafür sorgt, dass wir um alles in der Welt nicht noch einmal in so eine Situation tappen.

Somit reagieren wir entweder mit Schockstarre, Angriff oder Weglaufen. Vielleicht kennst du diese Situationen in den du so ganz anders reagierst, als du gerne reagieren möchtest. Du kannst auf einen Spruch nicht kontern, weil du überrascht bist und nicht damit gerechnet hast, Schockstarre. Oder du nimmst die Aussage deines oder deiner Vorgesetzten ein bisschen zu persönlich und steigst in eine Diskussion ein, obwohl du einen Tag später denkst, dass die Aussage auch einfach nur eine Aussage war und du viel zu schnell an die Decke gegangen bist. Das wäre dann der Angriff. Und weglaufen wäre, wenn du dich Situationen entziehst und den Kopf in den Sand steckst, obwohl eine gesunde Verhandlung für dich zu besseren Ergebnissen geführt hätte. Erkennst du etwas aus deinem Leben darin wieder?

Die gute Nachricht ist, auch das können wir ändern, denn am Ende hat unsere Reaktion auch nur immer was mit uns zu tun. Es heißt ja nicht umsonst: Ich rege mich auf. Das macht mich traurig. Ich fühle mich überfordert. Das heißt, hier ist eine gute Portion Selbstreflektion gefragt.

Alles was dich emotional triggert hat nun mal auch etwas mit deinen Gefühlen und auch deinen Erfahrungen und Bedürfnissen zu tun. Dafür kann dein Gegenüber ziemlich selten etwas. Klar, er macht etwas was dich berührt oder wütend macht, aber der selbe Mensch könnte mit dem gleichen Verhalten bei einem anderen Menschen auch gar nichts auslösen.

Und auch da empfehle ich dir wieder die Frage:

Ist diese Angst, oder diese Blockade heute noch zeitgemäß? Und falls dir auffällt, dass ein großes Trauma dich und dein Verhalten lenkt, dann such dir bitte Unterstützung.

Bei kleineren emotionalen Erlebnissen kannst du auch selbst wieder mit Meditation daran arbeiten. Oder du nimmst dir Zeit und Ruhe das Erlebte aufzuschreiben um die Ereignisse auch zu verarbeiten.

Darüber sprechen oder sich auch mal hinsetzen und sich selbst den Raum für Tränen geben, löst schon viel auf.  Denn der Grund warum diese eingeschlossenen Emotionen und Blockaden überhaupt noch da sind,  ist oft, dass wir uns als Kinder weder die Wichtigkeit noch die Zeit nehmen konnten das Erlebte zu verarbeiten.

Und um dein ICH zu ändern ist es hilfreich so ein paar alte Dämonen anzusehen, die Gefühle die damit verbunden sind anzuerkennen und den Schmerz von damals zu lindern.

Inneres Kind Arbeit

Und dazu gehört auch die Arbeit mit deinem inneren Kind: Deine ersten Lebensjahre waren so unfassbar prägend, dass sie die Grundlagen für dein ganzes Leben erschaffen konnten.

Manchmal sind es nur kleine Ereignisse, die unseren Charakter formen. Aus einem mutigen Kind kann ein ängstliches werden. Aus einen selbstbewussten ein eingeschüchtertes.

Das fatale daran, tief in dir spürst du aber, dass du eigentlich ein anderer, eine andere bist. Und dieses wahre Ich macht sich bemerkbar und will irgendwann raus, oder schlägt quer, oder schießt aus dir heraus, in einer Art Vulkanausbruch, wenn du es am wenigsten gebrauchen kannst. Es kann auch sein, dass es sich so verkrochen hat, dass es dir in Form von depressiven Verstimmungen begegnet.

Denn wenn du dich selbst nicht leben kannst, und dein wahres ICH unterdrückst, dann macht das nicht nur unfassbar traurig, es nimmt dir auch jegliche Ziele, Visionen und Träume. Und scheinbar plötzlich wird deine Zukunft grau. Und weil er Zustand schon seit deiner Kindheit anhält, weißt du zum Teil gar nicht mehr die Gründe für deine Traurigkeit und die gilt es zu erforschen. Mit der Methode der inneren Kind Heilung kannst du alte Traumata oder negative Erfahrungen heilen, in dem du daraus einfach nur Erfahrungen machst. Du gibst deinem inneren Kind genau das, was es in der Realität nicht bekommen hat:

Da geht es um Sicherheit, Liebe, Verständnis, Zugehörigkeit, Vertrauen und einige andere wichtige Emotionen die uns extrem prägen. Sobald diese Verletzungen geheilt sind und dich die negative Emotionen nicht mehr triggern, lösen sich festgefahrene Blockaden und du wirst mehr und mehr zu dem ICH, das du eigentlich bist.

Bestimmt ist dir Stefanie Stahl ein Begriff: die Autorin des Buches: das Kind in dir muss Heimat finden. Wenn du mehr darüber wissen willst, ist sie eine der Expertinnen. Aber es gibt auch andere gute Bücher oder Unterstützer auf diesem Gebiet. Egal welchen Weg zu wählst, ob ein Buch, ein Podcast oder einen Kurs, der Weg lohnt sich wirklich. Über diese Methode dein ICH zu verändern, ist absolut effektiv und nachhaltig.

Heilung deiner Biografie

Doch allen voran steht die Tatsache, dass du deine Biografie und dein Leben nicht ändern kannst. Du kannst deine Biografie nur heilen. Und das ist nicht nur möglich, dass ist auch nötig, wenn du dein ICH ändern willst und ein glücklicheres und zufriedeneres Leben führen willst. Und deswegen darfst du deine Vergangenheit loslassen. Es wird kaum Sinn machen sie komplett vergessen zu wollen, denn sie ist ein Teil von dir und hat dich zu dem gemacht, der du heute bist. Deswegen ist es wichtig dich deinen Ängsten und deinen Dämonen zu stellen. Sie wüten sonst die ganze Zeit im Hintergrund herum, erinnern dich an deine Vergangenheit und halten dich davon ab deine Gegenwart zu leben und dir so eine Zukunft aufzubauen, die dich glücklich und zufrieden macht.

Und um dein Ich zu ändern musst du anfangen dir selbst zu vertrauen. An dich und deine Visionen, deine Berechtigung für dieses Leben, deine Träume und Wünsche zu glauben. Deine Fähigkeiten und Talente zu kennen, diese zu fördern und an deinen Zielen zu arbeiten, nicht an den Zielen für andere.

Und damit das sichergestellt werden kann, brauchst du ein Umfeld, in dem das Möglich ist.

Und damit meine ich nicht, dass du dich komplett von allen Menschen löst und von heute auf morgen hinter dir lässt. Oft reicht auch nur eine Person, die an dich glaubt und die dir Kraft und Halt gibt, wenn du mal aus der Puste bist, denn Persönlichkeitsveränderung macht auf der einen Seite Spaß, wenn man sich dadurch freier uns selbstbestimmter fühlt, aber es wird auch Zeiten geben, die anstrengend und herausfordernd sind, wo du dich fragst, warum gerade du soviel an dir arbeiten musst und wann das endlich mal zu Ende ist. Und genau für solche Momente brauchst du jemanden der dir zur Seite steht und nicht aus Angst dich zu verlieren immer wieder versucht dich in dein altes Ich zurückzudrücken, sondern bei dir ist und dich begleitet.

Ich hoffe, ich konnte dir einen Überblick darüber verschaffen wie du dein ICH ändern kannst. In der nächsten Folge geht es um das Thema

Wie schaffe ich es eigentlich an mich selbst zu glauben.“ Ich freue mich, wenn du wieder dabei bist. Hab eine schöne Zeit bis dahin, alles Liebe, Eileen.

 

Stefanie Stahl – Das Kind in dir muss Heimat finden

Byron Katie

Deutsch

 

Warum wir werden was wir sind

Warum werden wir was wir sind? Das ist nicht mit einem Satz zu beantworten. Dazu müssen wir ein paar ziemlich große Schritte zurückgehen, in unsere Kindheit und auch in die Zeit davor. Aber fangen wir mal mit einer ganz allgemeinen Feststellung an:

Deinen Grundcharakter bringst du mit. Ob du laut oder leise, mutig, neugierig oder vorsichtig bist, vielleicht sogar hochsensibel oder eher unempfindlicher bist. Ob du sehr gesellig bist, ständig Aktion und Herausforderungen brauchst oder du viel Zeit für dich alleine benötigst und dein Leben in Ruhe und Harmonie gestalten willst, alle diese Bedürfnisse sind in uns angelegt und kann uns auch keiner nehmen. Vieles wird uns ab- oder antrainiert oder wir haben gelernt es selbst zu unterdrücken. Doch wenn du tief in dich hineinhörst, dann spürst du im Ansatz, wer du wirklich warst und auch heute noch bist, und wenn du dieses ICH nicht lebst, wirst du auch jetzt schon spüren, dass ganz tief in dir drin etwas schlummert, was eigentlich raus muss und besonders ist.

Im Grunde sind wir alle Individuen. Da sage ich dir jetzt nichts neues, aber ich meine es genauso wie ich es sage, denn wir sind alle, jeder für sich einzigartig. Nichts an uns gleicht zu 100 % einem anderen Menschen. Und selbst bei eineiigen Zwillingen, die die gleiche DNA aufweisen, ist diese nur fast zu Hundertprozent identisch. Denn beim getrennten Wachstum im Mutterbauch kommt es zu kleinen genetischen Unterschieden, die inzwischen sehr gut nachweisbar sind. Was ich damit sagen will ist, die Wissenschaft weiß es, und wir wissen es ja im Grunde auch, dass wir alle, alle der über 7,6 Milliarden Menschen unterschiedliche Individuen sind.

Doch es beeinflusst eben nicht nur diese Tatsache, warum wir werden was wir sind. Denn wir haben als Mensch zwei Grundbedürfnisse: das Gefühl mit anderen verbunden zu sein, also zu anderen dazuzugehören und das Gefühl sich frei und autonom entwickeln zu können, also sich als ein Individuum zu fühlen. Und diese Bedürfnisse beeinflussen eben auch unsere Entwicklung und machen uns zu dem was wir werden.

Und diese Entwicklung fängt schon sehr früh an. Es gibt Untersuchungen die davon ausgehen, dass wir schon im Mutterleib anfangen Dinge mitzubekommen, die sich um uns herum im Leben der Mutter abspielen. Auch das soll schon Einfluss auf unsere Entwicklung haben. Aber gehen wir mal einen Schritt weiter.

Denn in dem Augenblick, in dem du auf die Welt gekommen bist, hast du den den sicheren Hafen des Mutterbauches verlassen und bist in ein Leben gesprungen, was erst mal völlig unbekannt vor dir lag.

Und du hattest eigentlich keine Ahnung wo du ankommst.  Ob du ein Einzelkind bist oder Geschwister hast. Ob deine Eltern zusammen sind, oder bei einem der Beiden oder einer anderen Bezugsperson aufwächst.

Und du wirst erfahren, ob wir zwischen Kühen und Wäldern oder Stadtautobahnen und Hochhäusern groß werden.

Ab jetzt findest du heraus, ob unsere Bezugspersonen einem Leben mit dir gewachsen sind, oder ob sie sich oft überfordert fühlen. Und du hast keinen Vergleich, weil du ab jetzt deine ersten Erfahrungen sammelst. Ab sofort bist du darauf angewiesen, so angenommen zu werden wie du bist, da du mit nichts anderem kommen, als mit dir selbst.

Dein Wesen und dein innerer Kern sind verpackt in eine zuckersüße Schale und es könnte sein, dass du zu einem Geschenk oder sogar ein Wunder wirst, oder aber zur größten  Herausforderung. Das alles weißt du vorher nicht, aber du wirst es erfahren, erleben und spüren.

Egal was dir als Neugeborenes begegnet ist, du musstest das Beste daraus machen, denn dir angeboren ist ein starker Überlebensdrang. Dazu sind Bezugsperson wichtig, ein angemessener Körperkontakt und natürlich Nahrung.

Denn schon als Baby wolltest du dich mit anderen verbunden fühlen, das ist in dir angelegt und ehrlich gesagt musstest du das auch schaffen, denn unabhängig davon, welche Menschen in deinem Leben auf dich gewartet haben, wir haben als Baby nur eine Chance: Wir müssen uns auf diese Personen, bei denen wir aufwachsen einlassen, sonst überleben wir nicht.

Also heisst, schon als winziges Wesen, hast du ausgecheckt, wie du am besten und am effektivsten wahrgenommen wurdest, wie weit du gehen konntest und was überhaupt nicht funktioniert.Und schon formt sich dein Wille.

Musstest du dran bleiben und laut werden, bevor dich jemand beachtet, oder wurde die kleinste Regung an dir gesehen und gespürt und musstest du nicht viel dafür tun, dass sich jemand um dich kümmert?

Vielleicht hast du auch gelernt, abzuwarten und dich lieber ruhig verhalten, musstest dich vielleicht sogar auf eine Art und Weise verstecken, weil du gespürt hast, dass es besser für dich ist. Oder du konntest als Kind gar keine Strategie entwickeln, weil deine Bezugspersonen jedes Mal anders reagierten.

Von der ersten Minute deines Lebens hast du also gelernt, ob du sicher und geschützt bist, oder ob du dich vor deinen Mitmenschen in Acht nehmen musst. Was du auch erfahren hast, wie du dich am besten verhältst, es hat dich geprägt und du bist mit diesen Prägungen die ersten Schritte in dein Leben gegangen.

Und schon diese Prägungen formen deinen Charakter.

Und natürlich haben die Reaktionen der anderen nicht nur etwas mit den anderen zu tun. Du hast selbst ein dir angeborenes Temperament mit in diese Welt mitgebracht.

Und dieses Temperament liegt in unseren Genen und macht uns einzigartig.

Aus diesem Grund nehmen wir unsere Umwelt eben auch auf unsere individuelle Art wahr. Vielleicht hast du es auch schon mal gehört, oder es ist dir selbst so gegangen, wenn Geschwisterkinder eine Kindheit so unterschiedlich empfinden, so dass man meinen könnte, sie seien zeitweise in komplett anderen Familien aufgewachsen.

Denn schon als Baby hattest du die Fähigkeit dich zu erschrecken, neugierig zu sein oder Ekel zu empfinden. Du hast gespürt, ob du dich wohlfühlst oder nicht. Und diese Empfindungen sind nun mal bei jedem Menschen individuell.

Und auch das wirkt sich auf unser Umfeld aus. Bin ich ein Kind was eher robust ist, dann werde ich wahrscheinlich unempfindlicher reagieren wenn Eltern sich streiten, ich auf Veranstaltungen dabei war oder auch mal später ins Bett gekommen bin.

Im Gegensatz zu einem Baby, was sich schneller erschreckt und hochsensibler für die Tatsache ist, wann es sich wohlfühlt und wann nicht.  Vielleicht hast du auch besonders sensitiv auf die Gefühlslage deiner Eltern oder Bezugspersonen reagiert.

Und so toben die einen und haben extrem viel Energie, während andere vielleicht ruhiger und zurückgezogener sind. Jedes Kind ist da individuell. Und jeder Erwachsene reagiert auf seine spezielle Art und Weise. Auch hier gilt, der eine kann gut mit Lautstärke umgehen, während der andere selbst mehr Ruhe braucht. Und nichts davon ist eine böse Absicht. Wir sind nun mal alle wie wir eben sind. Aber das hat eben auch Auswirkungen auf unsere Mitmenschen.

Denn je nachdem in welchem Umfeld du aufgewachsen bist, hast du erfahren, dass du okay bist und so wie du bist sehr ernst genommen und akzeptiert wurdest oder vielleicht zuviel oder zu anders warst. Und das prägt eben auch die Art wie wir uns entwickeln und warum wir werden was wir sind und stärkt oder schwächt dein Selbstbewusstsein.

Jeder von uns wollte ja nur: wachsen, entdecken, dazu gehören, geliebt werden und einfach nur leben und im besten Fall mit dem Gefühlauf dieser Welt willkommen zu sein.Und in der kindlichen Psyche brennt sich ein Gefühl der Ablehnung und Anerkennung sehr tief ein. Wir können in jungen Jahren noch gar nicht unterscheiden, ob ich für mein Verhalten kritisiert werde oder als ganze Person. Wenn ich mich als Mensch falsch fühle, kann uns das ein Leben lang begleiten.

Zu all diesen Herausforderungen gesellt sich, dass wir als Frühgeburt zur Welt kommen und Jahrelang versorgt werden müssen, um ein selbstständiges Wesen zu werden. Wir können und selbst nicht ernähren. Und eigentlich müssten wir 16 Monate im Mutterleib verbringen, damit wir die Reife eines frisch geborenen Schimpansenbabys haben. Wir können noch nicht laufen, nur eingeschränkt sehen und müssen ständig gewärmt werden, damit wir überleben. Und mit Worten ausdrücken und sagen was wir brauchen, können wir auch nicht. Geschuldet ist das unserer Historie, denn die Wissenschaftler gehen davon aus, dass unsere weiblichen Vorfahren vor ein paar Millionen Jahren, als sie anfingen zu gehen, ihre breitere Hüfte einbüßten woraufhin sich der Geburtskanal verengte. So fehlte der passende Platz für die Geburt, abgesehen davon, dass auch die Gehirne immer größer wurden. Dadurch überlebten überwiegend nur die Frauen, die ihre Kinder als Frühgeburt zur Welt brachten.

Unabhängig von der Tatsache warum es so ist, sind wir als Kinder ohne unser Umfeld schlichtweg nicht überlebensfähig. Das bedeutet, dass wir früh lernen wie es sich anfühlt sich auf andere Menschen einzulassen, sich auf sie verlassen zu können oder nicht. Und auch das prägt wie wir werden was wir sind.

Keine Frage, ein Kind groß zu ziehen ist eine mächtige Herauforderung und Eltern tun alles das was ihnen persönlich möglich ist, um ihre Nachkommen zu sichern.  Aber manchmal geben sie auch das weiter, was sie selbst als Kind erlebt und gespürt haben und das ist nicht immer wertschätzende Liebe.

Doch welche genaue Dosis Liebe, Zuneigung, Vertrauen, Freude am Entdecken, Annahme und Anerkennung in der Realität wirklich das Richtige für uns ist, spüren wir als Heranwachsende nur selbst. Kein Elternteil auf der Welt kann alles zu 100% richtig machen, auch wenn sie aus ihrer Sicht mit Sicherheit das Beste gegeben haben, was in dem Augenblick möglich war, sind die Bedürfnisse die jeder einzelne von uns hat und unser Temperament, was diese einfordert, oder auch nicht, einfach zu individuell.

Nicht nur unser Umfeld spürt dann immer mehr wie wir ticken, auch wir sammeln Situationen und fangen an eine Art Katalog anzulegen, denn wir haben ein emotionales Gedächtnis. In diesem emotionalen Gedächtnis wird alles angespeichert was wir erleben und mit einer Emotion verknüpft.Entweder einer positiven, einer negativen oder einer neutralen. Dieses Gedächtnis benutzen wir von Anfang an und sammeln Erfahrungen.

Und jedes mal wenn wir eine positive oder negative Erfahrung machen, wird ein dementsprechender Hormoncocktail ausgeschüttet, der unseren Körper lenkt wie eine Art Bewertungssystem. Je intensiver das Gefühl ist, desto extremer wird sich dieses auch in unser emotionales Gedächtnis verankern. Das heisst, wenn du als Kind dafür bejubelt wurdest, sobald du deine Familie zum Lachen bringen konntest, hast du Anerkennung gespürt und schon merkt sich dein Belohnungssystem: wenn du gut gelaunt bist, mögen dich die Menschen.

Andererseits hast sich dein emotionales Gedächtnis auch genau gemerkt, wofür du Ärger bekommen hast. Denn vielleicht bist du auch einmal voller guter Laune und viel Energie durch das Wohnzimmer deiner Eltern gepeest bist und hast versehentlich den Laptop deines Vaters vom Tisch gefegt und dafür einen Riesen Ärger kassiert.  Wenn dir so was ähnliches noch ein paar Mal passiert ist, wirst du vielleicht angefangen haben dein Temperament zu unterdrücken.

Und dann passieren wir auch noch die Phase der Pubertät. Wo wir oft erst mal selbst nicht wissen, was wir sind und wer wir sein wollen, geschweige denn wie wir uns verhalten sollten. Scham und Angst spielen eine unfassbare große Rolle in der Hormonbestimmten Zeit.

Und ab da fangen wir an die Regeln unsere Herkunftsfamilie oder unserer Versorger in Frage zu stellen und tauschen sie oft aus mit unseren neuen Überzeugungen, nicht selten geprägt von Gleichaltrigen, zu denen wir ja nun mal dazu gehören wollen. Schaffen wir das nicht, lernen wir, dass wir es vielleicht nicht wert sind, zu einer coolen Gruppe dazuzugehören. Und noch intensiver wird das Gefühl des ausgeschlossen seins, wenn wir Opfer von Mobbing und Abwertung werden.

Gerade in einer Phase wie der Pubertät, wo wir uns selten gefestigt fühlen, sondern auf der Suche, schmerzen solche Ereignisse natürlich besonders. Und um solche negativen Gefühle zu unterdrücken, meiden wir Gruppen oder suchen wir nach den Stellschrauben an denen wir drehen müssen um in einer Gruppe akzeptiert zu werden.

Und so formen auch solche Ereignisse unseren Charakter. Denn das Gehirn will ganz simpel Schmerz vermeiden, also negative Gefühle und Belohnungen erhalten. Und deswegen achten wir während unserer Entwicklung extrem darauf, dass wir sowenig negative und so viele positiven Gefühle wie möglich erleben. Bei schlechten Erfahrungen mit bestimmten Menschen, Ereignissen oder einer Gruppe, werden wir ähnliches später vermeiden. Gute Erlebnisse werden wir so oft wie möglich anstreben. Unser kompletter Organismus unterstützt durch die biochemischen Reaktionen, hilft uns dabei ein „Verhaltenssystem“ zu entwickeln, dass nicht nur unser Überleben garantiert, sondern uns auch noch so sicher wie möglich durch die ersten Jahre heranwachsen lässt. Und natürlich gibt es von Mensch zu Mensch, also von Leben zu Leben extreme Unterschiede, da die emotionalen Erfahrungen die wir machen nicht nur absolut individuell abgespeichert werden, sondern wir sie auch aufgrund unseres Temperamentes unterschiedlich bewerten.

Und so werden deine emotionalen Erfahrungen zu Überzeugungen und diese Überzeugungen zu Glaubenssätzen, Ängsten und Blockaden.

Und das bestimmt dein Leben, beziehungsweise die Entscheidungen, die du für dein Leben triffst.

Glaubenssätze sorgen nämlich dafür, dass du die Welt auf eine bestimmt Art und Weise siehst, da du glaubst, dass alles nach genau deinen Glaubenssätzen funktioniert und auch funktionieren muss.

Vielleicht lebst du dann nach dem Motto: Ich muss alles alleine schaffen, nur wenn ich nett bin, werde ich gemocht, ich darf keine Fehler machen oder ich muss mich durchsetzen. Es gibt so viele Glaubenssätze die uns begleiten und dadurch lenken und einige von Ihnen werden zu starken inneren Antreibern wie: sei perfekt, streng dich an, sei immer stark und so weiter. Doch es gibt nicht nur die Glaubenssätze, die uns einschränken, sondern auch positive Glaubenssätze, die es gut mit dir meinen. Wie ich komme immer gut mit anderen Menschen klar, Mathe liegt mir einfach, oder wenn ich etwas sage, dann hören andere mir zu. Es ist eben auch deine Interpretation, ob es positive oder negative Glaubenssätze für dich sind. Ob sie dich ausbremsen oder manchmal auch zu Höchstform peitschen.

Egal welche Glaubenssätze unser Leben begleiten, das Gehirn sucht nach Bestätigung dieser Überzeugungen. Es will ja wie schon erwähnt vermeiden, dass du Schmerz erleidest und sorgt im Prinzip für eine vermeintliche Sicherheit.

Problem ist nur, dass unsere Glaubenssätze zu einer Zeit entstanden sind in denen wir mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert waren. Die meisten Glaubenssätze entstehen in unserer Kindheit und sorgen dafür, dass wir in dem Umfeld zur Zeit unserer Kindheit „funktionieren“. Doch als Erwachsene sind wir oft mit anderen Menschen und anderen Gegebenheiten konfrontiert.

Oft überprüfen wir unsere Glaubenssätze nicht, weil sie uns absolut davon überzeugen, dass nur so unsere Welt funktioniert.

Meistens erlauben wir uns nicht mal die Idee, dass es auch ganz anderes sein könnte.

Aber zu Glaubenssätzen, wie du sie entdecken, damit umgehen und im besten Fall verändern kannst, mache ich eine gesonderte Folge.

Und so übertünchen unsere Glaubenssätze , Blockaden und Ängste, die sich im Laufe unseres Lebens entwickelt und angesammelt haben, unseren ursprünglichen Charakter und machen uns zu dem der wir jetzt sind.

Und oftmals blockieren sie uns und lassen uns nicht unvoreingenommen auf Menschen zugehen, neue Dinge ausprobieren, neugierig sein und unsere Entdeckerfreude ausleben. Die Entdeckerfreude, mit der wir auf die Welt gekommen sind.

Doch auch hier spielt noch eine andere Sache eine wichtige Rolle: Das tiefe Bedürfnis zu einer Gruppe zuzugehören und sich verbunden zu fühlen. Alleine auf der Welt zu sein löst im Normalfall das Gegenteil aus: pure Angst. Denn diese Zugehörigkeit vermittelt uns eine Art Sicherheit, denn schon unsere Vorfahren wussten, sind sie alleine auf der Steppe und begegnen sie einem Selebzahntieger könnte das schnell ihren Tod bedeuten.

Größere Chancen zu überleben hatten sie, wenn sie in einer Gruppe von Jägern auf ein gefährliches Tier trafen und sich einige auf darauf stürzten, während andere vom Hinterhalt aus angriffen, statt nur einer.

Es wird vermutet, das Krisensituationen unser Erbgut verändern können und das Angst aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden und damit das Riskio zu erhöhen zu sterben, uns in den Genen liegt. Und genau das triggert und treibt uns an. Wir alle suchen eine Gruppe und wenn wir sie gefunden haben, halten wir zu gerne an ihr fest, ob wir charakterlich noch in die Gruppe passen, oder nicht. Und wenn wir uns auf den Weg machen eine neue Gruppe zu finden, fühlen wir uns oft lost oder sehr allein, bis wir sie gefunden haben.

Doch jede Gruppe hat ihre eigenen Regeln. Und nur, wenn ich als Individuum diese Regeln auch einhalte, gehöre ich zu dieser Gruppe dazu.

Diese Art Gruppenzwang, den man selbst manchmal gar nicht so zugeben möchte,

ist nicht nur in der Steppe entstanden, als unsere Vorfahren von der Angst vorm Segelzahntieger beherrscht wurden, Regeln haben geschichtlich gesehen dafür gesorgt, dass wir in großen sozialen Systemen zusammenleben können. Es war ab einer bestimmten Gruppengröße wichtig über Recht und unrecht zu entscheiden, da sonst das soziale System nicht funktionierte. Und so passen wir uns an die Regeln an, oder eben nicht, wenn wir feststellen, dass es nicht für uns passt.

Doch das Leben prägt uns weiter. An jedem Tag, in jedem Jahr, durch alle Menschen denen wir begegnen oder aufgrund der Herausforderungen die wir meistern müssen.

Neben unseren eigenen Erfahrungen kommen die Erwartungen an uns selbst, die Erwartungen der anderen an uns, sowie unseren eigenen Träumen, Hoffnungen und Zielen.

Vor allen Dingen der Einfluss unseres Selbstbildes und Fremdbildes durch andere ist nicht zu unterschätzen. Wie oft werden wir gelabelt, in Schubladen gepackt oder auch abgestempelt. Natürlich ist es einfacher, Menschen in Schubladen zu packen, denn dann muss unser Gehirn nicht so viel nachdenken und prüfen. Es wählt wie schon erwähnt den einfachsten Weg und wenn du dein Leben lang gehört hast, du bist die kleine Süße und es ist besser wenn man dir hilft, oder du bist ein typischer Macher und bekommst alles hin, dann fangen wir irgendwann an dem Bild zu entsprechen. Es sei denn wir haben viel Kraft und Selbstbewusstsein und die Ausdauer, das Fremdbild was andere von uns haben permanent zu korrigieren. Denn ein Label zu verändern oder loszuwerden ist mit ziemlich viel Aufwand und Energie verbunden. Ständig muss man dagegen halten, die Geschichten neu erzählen oder alte Kamellen aus der Welt schaffen. Vielleicht hast du das auch schon mal erlebt. Manchmal muss man sogar ein Umfeld verlassen, um als jemand anderes wiederzukommen um das Selbstbild, was du von dir hast endlich zu etablieren. Deswegen dürfen wir nicht unterschätzen, dass das was wir werden auch von dem Fremdbild beeinflusst wird was andere von dir haben.

Doch auch das Selbstbild hat einen immensen Einfluss. Wenn du an dir ablehnst, dass du eine gemütliche Genießerin oder ein Genießer bist oder einfach gerne lange schläfst, kann es sein, dass du dich genau in das Gegenteil zwingst und viel Disziplin von dir abverlangst, nur um deinem Selbstbild zu entsprechen, erfolgreich und zielstrebig zu sein, obwohl dein Kern etwas anderes will.

Das heisst, warum wir werden was wir sind hat auch sehr viel mit Selbstannahme zu tun, mit Selbstliebe und Akzeptanz.

Denn natürlich beeinflussen und Krisen, Traumata oder Ängste genauso stark wie Glücksmomente, Erfolge oder Neugierde oder Liebe. Resilienz, also die Fähigkeit wie du mit herausfordernden Momenten und Ereignissen umgehst spielt dabei natürlich auch eine Rolle. Fakt ist aber, wir können alles ändern. Wir können Glaubenssätze ändern, Blockaden lösen und die Person werden die wir sein möchten. Denn, nur weil der Status Quo gerade der Status quo ist, heißt es noch lange nicht, dass es genau so bleiben muss. Jeder von uns kann sich ändern, kennenlernen und sich im besten Fall so annehmen wie er ist: also JA ZUM ICH sagen.

Ich freue mich dich dabei begleiten zu dürfen und das nächste Mal geht es um das Thema, wie kann ich eigentlich mein Ich ändern. Ich freue mich, wenn du das nächste Mal wieder dabei bist, beim JA! ZUM ICH. Also bis zum nächsten Mal,

deine Eileen.

 

 

DAS LACHEN DER KINDER

Kinder geben uns nicht nur Liebe und sorgen für unfassbar viel Abwechslung, manchmal mangelnden Schlaf und wiederrum besondere Momente, sie erinnern uns auch daran, wie schön es ist die Welt neu zu entdecken. Das Leben aus Kinderaugen zu sehen heisst neugierig sein, auf die kleinen Dinge des Lebens zu achten und zu staunen, wenn uns ein Eichhörnchen über den Weg läuft oder ein Vogel zwitschernd an uns vorbeifliegt. Viel zu selten bewundern wir als Erwachsene die Natur, begeistern uns für eine neue Entdeckungen und verfallen in Euphorie, wenn wir uns für etwas begeistern. Wir haben gelernt uns anzupassen, unsere Gefühle zu drosseln und aufgrund unserer Erfahrungen manchmal Angst, dass wir enttäuscht werden. Natürlich haben Kinder nicht die Dinge erlebt, die wir als Erwachsener schon hinter uns gebracht haben, aber wäre es nicht schön, wenn wir wieder mit mehr Neugierde und Naivität die Welt sehen würden?   Continue Reading

Ein zufriedenes Leben beginnt im Kopf

W er in Ihrem Umkreis ist wirklich zufrieden? Ihnen werden mit Sicherheit ein paar Personen einfallen, aber welche Menschen wirklich zufrieden und glücklich sind, sind Kinder. Die meisten Kinder lachen, weinen, träumen, authentisch und frei. Im Grunde genommen können wir unendlich viel von Kindern lernen. Nicht zuletzt, weil wir selbst mal ein Kind waren.

Erinnern Sie sich. Was ist aus Ihren Träumen geworden ist? Gehen Sie noch denselben Hobbys nach, die Sie als Kind geliebt haben? Leben Sie Begabungen aus, die Sie für sich entdeckt hatten? Haben Sie diese in Ihr erwachsenes Leben integriert? Oder sie irgendwann aufgegeben? Haben Sie sich vielleicht Ihre größten Wünsche von damals erfüllt? Wenn ja, dann teilen Sie doch bitte Ihrem ganzen Umfeld mit, wie Sie das geschafft haben. Das ist wirklich wunderbar!  

Allen anderen, die diese Frage mit nein beantworten, stelle ich gleich die nächsten Fragen: Was würde Sie heute wirklich glücklich machen? Und haben Sie schon als Kind davon geträumt?  

In unseren Träumen dürfen wir alles besitzen, erreichen und erleben, ohne uns rechtfertigen oder anstrengen zu müssen.  

Viele schlaue und auch zum Teil sehr gute Bücher, von denen ich selbst viele gelesen habe, prophezeien, dass jeder Traum Wirklichkeit werden kann. Das glaube ich auch. Aber manchmal gibt es dabei ein paar Hindernisse.

Denn wir sollten bedenken, ein Traum oder Wunsch kann noch so machbar, so gut visualisierbar und so leicht erreichbar sein, wenn uns unsere verborgenen Glaubenssätze, unbewussten Überzeugungen oder die eingeredeten Wünsche Dritter davon abhalten, passiert nichts! Wir arbeiten uns erfolglos ab und unsere Träume bleiben Träume.

Deswegen sollten Sie wissen, was Sie lenkt, motiviert oder blockiert – prüfen Sie, ob es Ihre eigenen Überzeugungen und Werte sind. Oder ob Sie etwas stoppt. Hören Sie in sich hinein! Und sich selbst genau zu, wenn Sie denken und reden. Achten Sie auf Ihre Worte, ihre Gedanken und Ihre Handlungen. Prüfen Sie sich und entwickeln Sie ein Bewusstsein dafür, ob Sie etwas beeinflusst, dass Sie nur schwer kontrollieren können.

Was ist aus dem freien Kind von damals geworden? Wie unbeschwert sind Sie heute noch? Wir haben alle unsere Erfahrungen gesammelt und daraus Schlüsse gezogen. Doch manche Überzeugungen oder Ängste brauchen wir heute nicht mehr. Nichts muss so bleiben wie es ist. Sie können auch heute wieder so frei sein, wie ein Kind! Denn Glaubenssätze sind veränderbar, Blockaden lösbar und Träume natürlich erreichbar!

Denn jeder „Träumer“ kann ein „Gewinner“ werden.  Und Gewinner fühlen sich frei, sind selbstbestimmt und glücklich. Und ein zufriedenes Leben beginnt im Kopf..:)

Einzigartigkeit – verzeihen Sie sich selbst und anderen Fehler

Einzigartigkeit entsteht aus dem kleinen Unterschied.

Jeder Mensch ist einzigartig. Unser Körper, unser Geist und unsere Erfahrungen machen uns einzigartig. Natürlich sind wir Menschen uns ähnlich, aber dennoch: Jeder von uns existiert schon aus genetischer Sicht nur ein einziges Mal auf diesem Planeten. Doch wenn unsere Gene das wissen, warum leben viele von uns diese Einzigartigkeit nicht aus?

Einzigartig zu sein, bedeutet seine Besonderheiten anzuerkennen. Sie sollte uns davon abhalten, uns und unsere Mitmenschen in selbst kreierte „Schubladen“ zu packen.  Das Leben wäre doch viel unbeschwerter, wenn wir uns selbst und Andere so sein ließen, wie sie sind. Oft fällen wir ein Urteil, aus Angst vor Andersartigkeit. Es irritiert uns, wenn sich unsere Mitmenschen nicht so verhalten, wie wir es gewohnt sind, weil wir dann keine Kontrolle mehr haben. Diese frühzeitliche Denkweise ist zwar nicht mehr zeitgemäß, aber dennoch klammern sich noch viele an diese Sicherheit.

Verzeihen Sie sich eigene Fehler und die Fehler von anderen.

Weil wir Menschen zum Pauschalisieren, Bewerten und Vergleichen neigen, verurteilen wir oft die „Fehltritte“ der Anderen. Uns selbst kritisieren wir manchmal tagelang. Dabei wäre es so einfach die Unterschiedlichkeit anzuerkennen und damit die Vielseitigkeit unseres Daseins. Ist es nicht immer wieder eine Überraschung, zu hören, wie anders Andere denken, handeln und fühlen? Inspiriert uns nicht genau diese Einzigartigkeit der Anderen selbst noch einmal zu wachsen und den Blick für neue Perspektiven zu öffnen?

Machen Sie sich auf die Suche

Sich selbst mit all seinen Ecken und Kanten, Vorzügen und Begabungen anzuerkennen, ist Einzigartigkeit. Viele Talente oder Interessen haben einige von uns in der Pubertät abgelegt und in einer Kiste verstaut. So kann es vorkommen, dass wir Besonderheiten vergessen haben oder gar nicht wahrnehmen, weil sie uns selbst gewöhnlich vorkommen. Dabei zeigen bei genauerem Blick  diese Begabungen den feinen Unterschied. Was ist mit der Energie, die Sie einst beim Tanzen, Singen, Fußballspielen, Sport oder bei der Musik gefühlt haben? Wann haben Sie das letzte Mal in Ihrem Leben den „flow“ gespürt, der Sie Zeit und Raum vergessen lies?

  • Haben Sie sich schon einmal die Mühe gemacht und darüber nachgedacht, was an Ihnen besonders ist?
  • Wann haben Sie sich in Ihrem erwachsenen Leben besonders einzigartig gefühlt? In welchen konkreten Momenten waren Zeit und Raum völlig egal?
  • Und was können Sie heute dafür tun, um Ihr Leben und sich selbst durch mehr Einzigartigkeit zu bereichern?

Am Ende ist es genau DAS was Sie von Mitmenschen unterscheidet. Das besondere Etwas, unsere Einzigartigkeit. Und ja – wir sind alle Einzigartig. Aber nur SIE können sich für ein besonders reiches und buntes Leben entscheiden.

22. Oktober 2020 in Persönlichkeitsentwicklung

(Teil 1) Wie schaffe ich es eigentlich an mich selbst zu glauben?

„Wie schaffe ich es eigentlich an mich selbst zu glauben.“ Das werde ich oft gefragt und ich kann nur antworten, in dem du anfängst stolz auf das zu sein, wer…
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9. Oktober 2020 in Persönlichkeitsentwicklung

Wie kann ich eigentlich mein ICH ändern?

Wie kann  ICH eigentlich mein ICH ändern? Ich freue mich dass du heute wieder dabei bist bei deinem Podcast JA ZUM ICH. Heute geht es um das Thema, wie kann…
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15. September 2020 in Persönlichkeitsentwicklung

Warum wir werden was wir sind

Warum werden wir was wir sind? Das ist nicht mit einem Satz zu beantworten. Dazu müssen wir ein paar ziemlich große Schritte zurückgehen, in unsere Kindheit und auch in die…
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Glück – häufig eine Frage bewusster Entscheidungen

Glück ist machbar

Glück ist häufig eine Frage bewusster Entscheidungen – oder haben Sie sich noch nie gefragt, warum es manche Menschen schaffen, einfach in allen Bereichen überwiegend glücklich zu sein? Sie führen die perfekte Ehe, haben die süßesten Kinder, einen erfolgreichen Job. Alles scheint optimal zu laufen. Zum Glück erhascht man dann doch manchmal einen Blick hinter die Fassade und freut sich wenn der Ehekrach, das nörgelnde Kind oder die exorbitanten Überstunden wenigstens nach einem kleinen Desaster und nicht nach dem perfekten Leben aussehen. Trotzdem, wir lechzen nicht selten nach dem Blick hinter die Kulissen – möglicherweise nur, um uns selbst besser zu fühlen.

Dabei ist es doch alles selbst gewählt. Wir Menschen schieben gerne die Verantwortung für unser Leben weg und räkeln uns in dem Bewusstsein, dass der Chef Schuld an der abgelehnten Beförderung, die Nachbarin an dem Streit, oder der Partner an der komplizierten Beziehung hat.  Dabei war es doch unsere eigene Entscheidung dieses Leben zu führen. Natürlich machen solche Gedankenmuster das Leben einfacher und bequemer. Nicht hinzusehen, bedeutet schließlich auch, nicht an sich feilen zu müssen. Doch am Ende geht es immer wieder um Entscheidungen. Und Entscheidungen treffen wir, wenn wir Verantwortung übernehmen.

Dabei liegt alles was wir tun, in unserer Hand.

Jeden Tag, nahezu jede Minute fällen wir Entscheidungen. Banale und gravierende. Wann oder ob wir morgens aufstehen? Wie wir unser Frühstück zelebrieren: genüsslich oder herunter schlingend? Auf welche Weise wir unserer Familie, unseren Freunden begegnen: genervt oder wohlwollend? Und ob wir uns über den Autofahrer vor uns aufregen und ihn beschimpfen, weil er eine Vollbremsung macht, oder Verständnis für ihn haben, weil auch er nur auf einen anderen Fahrer reagieren musste. Das alles sind Entscheidungen, die wir jeden Tag, viele Hundert Male treffen.

Häufig lassen wir uns für große Entscheidungen länger Zeit.

Zu entscheiden, ob eine Familie gegründet, oder ein neues Auto gekauft wird, wird oft lange überdacht. In diesen besonderen Augenblicken fühlen wir möglicherweise ein leichtes Unwohlsein, weil wir uns ja festlegen müssen. Aber wir spüren uns auch. Denn solche Augenblicke machen das Leben nicht unbedingt leicht, dafür aber lebendig.

Wollen wir das Leben in vollen Zügen genießen und häufig glückliche Momente erleben, sollten wir auch unsere täglichen Entscheidungen bewusster treffen. Sich den Umständen ausgeliefert zu fühlen, macht das Leben zwar komfortabel, löst aber ein gewichtiges Problem nicht: Verantwortung zu übernehmen. Das Leben mit vollem Bewusstsein selbstbestimmt zu gestalten, ist eine Entscheidung.

Es gibt manchmal Situationen im Leben denen wir uns ausgeliefert fühlen oder die uns unerwartet treffen: Schicksalsschläge, Krankheiten und Katastrophen gehören nicht zu einer „leichten Kost“ und sind auch aus diesem Grund nicht mal eben so abzutun. Diese Lebensumstände obliegen einer besonderen Behandlung. Und trotzdem gibt es auch herausfordernde Situationen, in denen wir die freie Wahl haben, wie wir mit dieser Situation umgehen. Fühlen wir uns dabei eher fremdbestimmt oder übernehmen wir Verantwortung?

Unsere Haltung und die daraus resultierende Reaktion ist eine Entscheidung.

Auch wenn wir alle Muster und Gefühle, die uns zu übermannen scheinen, mit uns mittragen, sind sie dennoch reflektierbar. Dabei ist oft unser Bauch ein hilfreicher Begleiter. Und dennoch: überwiegend lassen wir nicht unser Bauchgefühl entscheiden, sondern geben gelernten Verhaltensstrategien, Bewertungen, Ängsten oder einfach nur dem Bedürfnis es anderen recht machen zu wollen zu viel Eigenraum. Und können schwer nachvollziehen, warum wir plötzlich in scheinbar ausweglosen Einbahnstrassen feststecken.

Dabei können wir alles erleben und in jeder Sackgasse stehen, wenn wir uns realistische Gedanken darüber machen, warum wir in diese Situation gekommen. An welchem Punkt habe ich Entscheidungen getroffen, die vielleicht nicht selbstbestimmt waren? Hat mich mein Bauch zwar gewarnt, aber die Erwartungen der Anderen beeinflusst? Und genau deshalb gilt: für Herausforderungen dankbar zu sein und an ihnen wachsen zu dürfen.

Bewusste Entscheidungen führen zu mehr Glück.

Werfen Sie doch mal einen Blick auf Ihren letzten Wochen. Hat das Leben für Sie einen Sinn?  Solange ihr Leben, ihre Abläufe, ihre Verabredungen, ihre Arbeit für sie einen Sinn ergeben, entscheiden Sie sich innerlich für ein Ja. Vielleicht überprüfen Sie einmal, warum ihnen einige Dinge überhaupt keine Freude mehr bereiten. Fehlt es Ihnen möglicherweise an Spaß, an Energie oder an Bedeutung? Und sollte Ihnen tatsächlich etwas fehlen, können Sie überlegen, was für Sie persönlich viel sinnvoller wäre: ein Abend für sich allein, eine Begegnung mit Freunden, ein wertvolles Gespräch mit einem Sparringspartner? Hören Sie in sich hinein. Was sagt Ihnen Ihr Bauchgefühl? Ihr Instinkt?

Viele kleine Entscheidungen können zu großen Veränderungen führen.

Es ist nie zu spät, sich für sein eigenes, selbstbestimmtes wundervolles Leben zu entscheiden und glücklicher zu werden und Raum zu schaffen, für viele glückliche Momente im Leben.

Lassen Sie ihr Bauchgefühl sprechen und stellen Sie sich mal folgende Fragen:

     Was hat mich in meinem bisherigen Leben am glücklichsten gemacht?

Was möchte ich davon wieder mehr in mein Leben lassen?

Welche Werte sind mir wichtig?

Und welche Werte möchte ich am liebsten verändern?

Wer will ich wirklich sein?

Und was kann ich heute noch tun, damit ich einen erfüllten und glücklichern Tag erlebe?

Beginnen Sie doch Ihren nächsten Morgen mal mit der Frage, was Sie heute für sich Gutes tun können. Bevor der Stress und die Hektik Sie in den Alltag ziehen, entscheiden Sie sich für eine kleine Tagesaufgabe, die für Ihr Wohlbefinden sorgt. Ihr Bauchgefühl wird Ihnen dabei helfen.

Die Entscheidung zu treffen, bewusst an sich zu denken, führt Sie unweigerlich zu mehr Verantwortung für sich selbst und damit zu einem intensiveren und authentischeren und glücklicheren Leben. Und vielleicht wird schon bald jemand über ihren Gartenzaun blinzeln und sich fragen, wie Sie das machen: so glücklich zu sein.

In diesem Sinne: viel Glück!